Das Gameslabor hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kreative im Nachwuchs-Spielebereich zu unterstützen und ihre Produkte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

“Nikki and the robots” Entwickler-Interview

Am: 1. September 2010 | Von: Sarah | Unter: Daily Terror | Tags: , , | 1 Kommentar »

Normalerweise versucht das Gameslabor, ambitionierte Spieleentwickler aufzuspüren und diese vorzustellen. Bei dem Game “Nikki and the robots” ist es diesmal ein wenig anders gelaufen. Die Entwickler des Spiels haben uns aufgespürt und uns ihr aktuelles Projekt vorgestellt. Natürlich haben wir uns da nicht zwei Mal bitten lassen: “Nikki and the robots” ist der Titel des Erstlingswerks der Joyride Laboratories. Nikki ist ein wagemutiger kleiner Ninja, der im Namen einer Geheimorganisation versucht, eine Roboterarmee aufzuhalten. Diese wird vom Superschurken Dr. Lacroix angeführt, der den wahnwitzigen Plan hat, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Das Gameslabor hat den Gründer der Joyride Laboratories, Florian Hofer, ein paar Fragen zu seinem Spieleprojekt gestellt und Nikki auf den Zahn gefühlt.

“Nikki and the Robots” ist euer erster Titel. Was erhofft sich euer Studio von diesem Spiel?

Wir wollen in erster Linie natürlich ein gutes Spiel entwickeln und hoffen, dass uns das auch gelingen wird! Die Entwicklung von “Nikki and the Robots” ist ganz schön harte Arbeit, aber es macht viel Spaß. Und dann hoffen wir natürlich, dass unser Spiel auch gut aufgenommen wird und wir viel Aufmerksamkeit wecken können.

“Nikki and the Robots” wird – trotz des Ninjas als Hauptfigur – ein komplett gewaltfreies Spiel. War das eine bewusste Entscheidung oder hat sich das während des Schaffungsvorgangs einfach so ergeben?

Hm, es kommt darauf an, was man unter “komplett gewaltfrei” versteht. “Nikki and the Robots” ist aber auf jeden Fall auch gut für Kinder geeignet. Der Verzicht auf explizite Gewaltdarstellungen war schon eine bewusste Entscheidung, das Gameplay-Konzept und die Geschichte würden schließlich auch eine ganz andere Ausrichtung ermöglichen. Zum einen ist diese Entscheidung aber durch unseren persönlichen Geschmack begründet und zweitens halten wir uns gerne an die Spieleklassiker, welche uns seit unserer Kindheit am stärksten geprägt haben. Und die meisten davon sind nicht sehr gewalttätig. Außerdem stehen wir einem vordergründigen, unnötigen Einsatz von Gewalt auch eher skeptisch gegenüber. Und wir denken, dass sich unser Gameplay in “Nikki and the Robots” durch den weitgehenden Verzicht auf Gewalt origineller anfühlt.

Zuerst erscheint “Nikki and the Robots” als “Edit Mode”. Auf Eurer Homepage wird gesagt, dass der “Edit Mode” eine voll spielbare Version ist. Wie genau darf man sich das vorstellen? Was unterscheidet diese “Vollversion” vom Story-Modus?

Man wird “Nikki and the Robots” frei herunterladen können und dann werden sofort spielbare Level, ein Level-Editor und bestimmte Online-Funktionen verfügbar sein. Der Schwerpunkt liegt dabei darauf, dass man von Spielern entworfene Leveldesigns spielen kann. Zusätzlich wird es den Story-Mode geben, welchen man in Episoden als Download kaufen kann. Der Story-Mode wird sich noch mal grundsätzlich von den Levels des freien Teils unterscheiden, da er viele neue Elemente enthalten wird – z.B. durch aufwendigere Grafiken, weitere Robotertypen und alle unsere Nebencharaktere.

“Nikki and the Robots” bzw. dessen “Story-Mode” wird schlussendlich episodisch veröffentlicht. Wie sind die Episoden aufgeteilt? Nach Spielzeit oder Kapitel? Oder doch ganz? Und wie viel werden einzelne Episoden kosten?

Der Story-Mode erzählt unsere Geschichte in vier Episoden über insgesamt zwölf Level hinweg. Jede Episode ist dabei einem bestimmten Thema zugeordnet: Land, Wasser, Luft und Weltraum. Wir haben den Kaufpreis für eine Episode noch nicht endgültig festgelegt, werden aber demnächst mehr dazu bekannt geben.

“Nikki and the Robots” ist grafisch an Plattform-Spiele der 80er und 90er angelehnt. Warum habt ihr euch für dieses Aussehen entschieden?

Wir mögen diese groben Pixelgrafiken. Die Einfachheit finden wir sehr sympathisch und der Spieler hat aufgrund des hohen Abstraktionsgrads die Möglichkeit, sich viel nach seiner eigenen Fantasie vorzustellen. Und natürlich passt diese Ästhetik auch sehr gut zu dem Inhalt unseres Spiels: Sowohl das Gameplay von “Nikki and the Robots” wie auch die grafische Gestaltung beziehen sich auf verschiedene Spieleklassiker aus unserer Kindheit. Tatsächlich wird die Grafik von “Nikki and the Robots” aber in einer hohen, nativen Auflösung dargestellt. Dadurch können wir beispielsweise schicke Lichteffekte umsetzen oder Sprites sauber und sanft rotieren lassen. Wir sprechen bei diesem Konzept gerne von Überpixel-Grafik.

Auf eurer Webseite heisst es in der Rubrik About “Unser Hauptquartier befindet sich in Berlin, daneben bestehen geheime, externe Einrichtungen auf der Insel Amrum”. Deswegen zum Schluss die Bonus Frage: Was geht auf der mysteriösen Insel Amrum vor sich?

In den abgeschiedenen Labors auf Amrum werden manchmal ganz intensive Arbeitsphasen eingelegt. Allerdings traut sich unsere Kreativ-Abteilung nach fürchterlichen Allergie-Attacken nicht mehr so richtig da hin.

Das Gameslabor ist jetzt jedenfalls schon sehr angetan vom Look des Spiels und freut sich auf die Zukunft dieses Projekts der Joyride Laboratories. Wir bedanken uns ganz herzlich für das Interview und wünschen Florian Hofer und seinem Team viel Erfolg.

Weitere Infos, Bilder und den Trailer findet ihr auf der offiziellen Seite von Joyride Laboratories.

Nikki and the Robots – Concept Trailer from Joyride Laboratories on Vimeo.

Das Interview führte Sarah.


Ein Kommentar zu ““Nikki and the robots” Entwickler-Interview”

  1. 1 Joyride Laboratories  (14:13, 1. September 2010):

    [...] Gameslabor has conducted another interview with us. Again, it's only in German, but you can read it here. We would like to thank Gameslabor for their interest in "Nikki and the [...]


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